EVO Förderlicht erstes Finale

Der Himmel über Oelde ist seit dem Jahreswechsel ein Stück heller geworden: Dort funkeln jetzt eine Million Förderlichter, mit denen die Energieversorgung Oelde (EVO) Projekte vor Ort und ihre Betreiber unterstützt.

 

10.000 Euro hat die EVO 2017 bereitgestellt, um tolle Ideen und beispielhaftes Bürgerengagement zu fördern. Bürgermeister Karl-Friedrich Knop und EVO-Geschäftsführer Rolf Berlemann überreichten die Spenden an Vertreter der 17 Vereine, die sich an der Aktion beteiligt haben. Für Knop eine rundum gelungene Aktion: „Die Idee hat in den Vereinen und in der ganzen Stadt gezündet.“ Rolf Berlemann wiederum freut sich, weil sein Unternehmen so deutlich zeigen kann, wie sehr es in Oelde verwurzelt ist: „Das zeigt einfach den Unterschied zwischen global und lokal. Wir sind kein anonymer Energielieferant, sondern sorgen dafür, dass die Wertschöpfung der EVO wieder der Stadt und den Bürgern zugutekommt.“


Besonders wichtig: Die Kunden der EVO konnten entscheiden, welche Projektideen sie unterstützen wollen. Und die Vereine selbst legten sich ordentlich ins Zeug, um für ihre Sache zu werben. Janina Risse von der EVO ist begeistert: „Mit solch einem Wahnsinnsengagement haben wir gar nicht gerechnet.“ Den Geschwindigkeitsrekord hält Pfarrer em. Wolfgang Bovekamp, der mit Riesenschwung an die Sache herangegangen ist und innerhalb von sechs Wochen die komplette Projektfinanzierung einwarb. Acht von den 17 beteiligten Vereinen erreichten die volle Fördersumme von 100 Prozent.


Das wurde im Kundencenter der EVO gefeiert – mit Übergabe der Spendenschecks, kleinen Häppchen und kühlen Getränken. In gelockerter Stimmung gab es einen lebendigen Austausch zwischen den Vertretern der EVO und den Repräsentanten aus Schützenverein und Schule, von Feuerwehr und Sportvereinen.


2018 geht die Aktion Förderlichter in die zweite Runde: Wieder stehen 10 000 Euro zur Verfügung, das Rennen ist eröffnet. 20 Projekte können sich bis zu einem Maximalbetrag  von 1000 Euro bewerben. Janina Risse freut sich schon: „Gemeinsam erhellen wir die Region mit unseren Förderlichtern für herausragende gemeinnützige Projekte.“ Es dürfen also wieder fleißig Spendencodes gesammelt werden. Damit in ein paar Monaten eine weitere Million Lichter über dem Oelder Himmel funkeln.

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Ausführliche Infos unter www.foerderlicht.de

INFOPLUS

Janina Risse

Ansprechpartnerin Marketing
Tel.: 02522 9307-19
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Andrea Richter

Sekretariat Geschäftsführung
Telefon 02522 9307-11
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Projektvorstellungen

Wolfgang Bovekamp,
Demenzkampagne Oelde

„Ich habe die Demenzkampagne Oelde vor zwei Jahren als Präsident des örtlichen Rotaryclubs ins Leben gerufen. Unser Ziel ist unter anderem, die Sicherheit der Menschen im Umgang mit der Demenz zu stärken. Das ist ein Projekt, das auf Nachhaltigkeit ausgelegt ist. In Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte, dem Demenz-Servicezentrum Münsterland und der Alzheimer-Gesellschaft organisieren wir ein breit angelegtes Programm. Dazu gehören zum Beispiel regelmäßige Sprechstunden mit der Demenz-Fachkraft Sonja Steinbock, die Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite steht. Aber die Demenzkampagne sorgt auch mit Besuchen in Kindergärten, Schulen und Betrieben dafür, dass das Thema im Gespräch bleibt. Da tun wir etwas Gutes, damit Demenzkranke nicht ins gesellschaftliche Abseits gedrängt werden und am Alltagsleben teilhaben können. Unser nächstes Projekt ist die Anlage eines Demenzgartens.
Der EVO muss ich für die Förderlichter-Idee ein großes Kompliment machen: Dieses Projekt bringt Menschen dazu, sich gegenseitig zu unterstützen, es bildet Gemeinsamkeit. Ganz nach dem Motto von Augustinus: Nur wer selbst brennt, kann andere entzünden. Auch so kann man EVO buchstabieren: Etwas Vernünftiges Organisiert.“

Birgit Stoffers und Francisco Rodriguez,
Freunde und Förderer „Das Kinderhaus“

„Durch Bodensetzungen musste unser Kinderhaus komplett saniert werden. Das war eine neunmonatige Bauphase, in der auch das Außengelände nicht mehr genutzt werden konnte. Alles muss neu gestaltet werden und deshalb haben wir uns auf die Suche nach Sponsoren für das Außengelände gemacht. Wir haben zwar schon über längere Zeit versucht, so viel Geld wie möglich an die Seite zu legen, aber die naturnahe Gestaltung des Geländes, die wir uns wünschen, ist recht teuer. Da hilft uns die Aktion der EVO ein ganzes Stück weiter. Auf unserer Wunschliste steht zum Beispiel eine Nestschaukel für die Kleinen oder ein Baumhaus. Weil bei diesen Geräten die Sicherheit wichtig ist, sind sie leider auch nicht ganz billig. Außerdem ist uns Nachhaltigkeit wichtig. Im Frühjahr sollen die Arbeiten beginnen, damit die 80 Kinder des Kinderhauses ab Sommer wieder richtig schön draußen rumtoben können. Und wir Eltern bleiben natürlich auch weiter aktiv, um Geld zu sammeln. Deshalb sind wir auch bei der nächsten Förderlichter-Aktion wieder mit dabei.“

Rolf Vennewald, Markus Becker und Jörn Uphoff,
Freiwillige Feuerwehr

„Der Löschzug Mitte der Freiwilligen Feuerwehr Oelde hat zurzeit 99 aktive Mitglieder und wenn man dann noch die Jugendfeuerwehr, den Musikzug und die Ehrenabteilung der Senioren dazuzählt, kommen wir auf über 160. Das ist eine große Gemeinschaft, die sich seit Jahrzehnten für die Sicherheit der Bürger einsetzt. Da werden in jedem Jahr tausende Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet. Mit dem Umzug der Feuer- und Rettungswache an die Wiedenbrücker Straße hat die Freiwillige Feuerwehr ein neues Zuhause bekommen, an dem wir uns nicht nur zum Dienst treffen, sondern das wir auch für die Pflege der Gemeinschaft nutzen und um unser „Wir-Gefühl“ zu stärken. Wichtiger Treffpunkt ist dabei unser Grillplatz. Wir sind schon rechtzeitig an den Start gegangen, um dafür das Geld zusammenzubekommen und haben natürlich unter den Kameraden ordentlich Werbung gemacht. Und einen Tag der offenen Tür organisiert. Es ist uns gelungen, die Förderlichterquote zu 100 Prozent zu erreichen. Das hat schon im Vorfeld die Gemeinschaft gestärkt.“

Andreas Sumkötter und Tanja Barkey,
Förderverein Albert-Schweitzer-Schule

„Wir mussten ordentlich in die Hände spucken, um das Ziel zu erreichen. Aber wir haben es geschafft. Und die Schüler sind von der Schulbücherei im Bauwagen ganz begeistert. Er wird intensiv genutzt. Entstanden ist die Idee schon 2016 im Lehrerkollegium, weil die Schule selbst nicht genug Platz für eine Bücherei hat. Es war uns klar, dass das ein großes Projekt ist, aber wir haben es innerhalb eines Jahres geschafft, die Idee durchzufinanzieren. Unter anderem haben wir Waffeln verkauft und ein Frühlingsfest gefeiert. Aber es gehörte auch eine Menge organisatorischer Arbeit dazu, bis wir am Ziel waren. Schließlich kann man einen gebrauchten Wagen ja nicht im Baumarkt kaufen. Im April 2017 sind wir dann in Münster fündig geworden. Das große Engagement hat sich gelohnt, wir sind sogar vorzeitig fertig geworden. Für die neue Förderlichter-Aktion haben wir uns auch wieder angemeldet. Wir wollen ein Projekt „Kleine Forscher“ auf die Beine stellen. Das soll naturwissenschaftlich gearbeitet werden. Dafür brauchen wir Mikroskope, die man an einen Laptop anschließen kann.“

Thomas Populoh, Bernd Fahlenbreder und Achim Hakenholt,
VfB Lette

„Damit die Eltern der Jungkicker und unsere anderen Zuschauer nicht mehr im Regen stehen, hatten wir einen großen Plan: Wir wollten an unserem Kunstrasenplatz eine Tribüne errichten, die bei Wind und Wetter schützt und im Sommer für Schatten sorgt. Ein großes und darum auch nicht ganz billiges Projekt. Die Tribüne kostet rund 85 000 Euro. 90 Prozent der ganzen Anlage sind jetzt fertig, seitdem wir 2016 mit der Planung und im Juni 2017 mit dem Bau angefangen haben. Da haben viele unserer Mitglieder selbst mit angepackt. Rund 2500 Arbeitsstunden sind zusammengekommen. Auch die Stadt hat uns sehr intensiv unterstützt. Jetzt soll als Tüpfelchen auf dem „i“ noch eine „Outdoor-Verpflegungsstelle“ dazukommen – auf gut deutsch: ein Würstchen-Stand.“